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Pater Willibald Pfeuffer

Unerwartet verstarb am 13. Dezember 2011 unser Mitbruder in Sampit/Indonesien. Nach einem längeren Krankenhausaufenthalt auf dem Weg der Besserung ereilte ihn der Tod an dem Tag, als seine jüngere Schwester in seiner Heimat zu Grabe getragen wurde. Der Herr über Leben und Tod möge die beiden Geschwister miteinander in sein ewiges Reich aufnehmen

In seinem Weihnachtsgruß, der uns vor einigen Tagen erreichte, sprach P. Willibald sehr hoffnungsvoll von seinen Plänen für das kommende Jahr. Er wollte im Mai 2012 in seiner deutschen Heimat sein 40jähriges Priesterjubiläum feiern.

Seinen Weihnachtsgruß stellte er unter das Wort Jesu aus dem Johannesevangelium: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“( Joh 10,10). Seinen Tod fast vorausahnend, fragt er in seinem Weihnachtsbrief: “Dreht sich nicht alles ums Leben? Dass es gesund, von Liebe erfüllt und glücklich sei, ja sogar, dass es ewig währt? Wer könnte es geben, wenn nicht der, der das Leben selbst ist? Krippe und Kreuz – könnte es eine größere Liebe Gottes geben? Und warum? Jesus sagt es: Dass auch wir das Leben in Fülle haben.“ – In diesem Glauben ist er nun heimgegangen in die Fülle des Lebens bei Gott.

P. Willibald Pfeuffer wurde am 30. Mai 1940 in Kaisten/Unterfranken geboren. Er hatte 9 Geschwister. Unser Mitbruder, P. Willibald Pfeuffer, besuchte von 1946 bis 1954 die Volksschule in seinem Heimatort Kaisten und anschließend die landwirtschaftliche Berufsschule in Werneck. Von 1957 bis 1959 arbeitete er als Müller- und Bäckergehilfe in Werneck. Am 1. September 1959 führte ihn sein Wunsch, Priester und Missionar zu werden, in unsere Missionsschule St. Kilian in Lebenhan. Nach Beendigung seiner gymnasialen Studien trat er am 20. April 1965 in das Noviziat der Missionare von der Heiligen Familie in Mühlbach ein und weihte sein Leben dem Herrn am 1. Mai 1966 durch die Ordensprofess.
Von 1966 bis 1970 studierte er an unserer Ordenshochschule in Ravengiersburg Philosophie und Theologie und schloss seine theologischen Studien im Mai 1972 an der Universität in Mainz mit dem Diplom in Theologie ab. Am 15. Juli 1972 wurde er im Dom zu Mainz von Bischof Hermann Volk, dem späteren Kardinal Volk, zum Priester geweiht.

Von 1972 bis 1973 arbeitete er aushilfsweise in der Missionsprokura der MSF in Düren. Am 21. Mai 1973 wurde er als Missionar nach Kalimatan (Borneo) Indonesien ausgesandt. Nach Erlernung der indonesischen Sprache half er zunächst in der Seelsorge der Pfarreien Sampit und Palangan. Im Jahr 1985 wurde er dann zum Pfarrer der Inlandpfarrei Palangan ernannt Außerdem war er bis zum Jahr 1986 Dechant im Dekanat Panlangka Raya und ab 1986 Dechant in Kotawaringin. Von September 1994 bis 1999 war er Pfarrer der Hauptpfarrei Joan Don Bosco in Sampit. Eine besondere Herausforderung war es für ihn, als er nach dem plötzlichen Tod von Bischof Julius Husin MSF zum Diözesanadministrator der Diözese Palangka Raya ernannt wurde. Diese Aufgabe versah von Oktober 1999 bis zum Mai 2001. Danach wurde er wieder Pfarrer der Pfarrei in Sampit. Sein besonderes Engagement galt dem Schulwesen vor Ort. Lange Zeit war er auch Vorsitzender der Schulstiftung der Diözese im weiten Gebiet von Sampit. Auf Grund gesundheitlicher Probleme gab er im Jahr 2007 das Amt des Pfarrers ab und arbeitet bis zu seinem Tod weiter als Kaplan in derselben Gemeinde.

Am Dienstag dem 13 Dezember 2011 hat Gott seinen treuen Diener zu sich heimgerufen. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung feierte Bischof Aloyisus Sutrisnaatmaka MSF am Tag darauf mit der Pfarrgemeinde von Sampit für P. Willibald Pfeuffer das Requiem. Die Überführung des Toten nach Banjarbaru machte in der Bischofsstadt Palangka Raya Station, wo in der dortigen Kathedrale ebenfalls ein Requiem für ihn gefeiert wurde. Am Freitag, den 16. Dezember 2011, wurde er nach einem feierlichen Requiem mit 30 Priestern und Altbischof Demarteau unter Anteilnahme von vielen Gläubigen auf dem dortigen Friedhof beigesetzt. In den Ansprachen wurde immer wieder die segensreiche Missionstätigkeit von Willibald Pfeuffer hervorgehoben.

Mit seiner bodenständigen Gläubigkeit und großer Klugheit in den praktischen Dingen meisterte er mit Gottes Hilfe und im Bewusstsein seiner geistlichen Sendung kraftvoll viele schwierige Situation zum Wohl der Menschen. Der Herr sei sein ewiger Lohn.

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