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Pater Wilfried Schultheiss

P. Wilfried Schultheiss MSF verstarb am 31. August 2011 in unserem Missionshaus „Heilige Familie" in Betzdorf Bruche.
Er wurde am 4. Dezember 1940 in Reyersbach/Unterfranken geboren und hatte zwei ältere Geschwister. Er besuchte die Volksschule in seinem Heimatort von 1946 bis 1953. Danach war er bis 1959 Schüler am humanistischen Gymnasium in Münnerstadt.

Im August 1959 richtete er ein Schreiben an den Rektor unseres Missionshauses „St. Kilian“ in Lebenhan, in dem es heißt: „Da ich den Wunsch habe, Priester und Missionar zu werden, bitte ich um Aufnahme in die Missionsschule der Missionare von der Heiligen Familie in Lebenhan.“ Er wurde aufgenommen und beendete dort seine gymnasialen Studien im März 1962.

Am 1. Mai 1962 trat P. Schultheiss dann in Bad Neustadt/Mühlbach in das Noviziat ein und legte am 1. Mai 1963 seine Ordensgelübte ab. Seine philosophisch-theologischen Studien absolvierte er an unserer Ordenshochschule in Ravengiersburg/Hunsrück von 1963 bis 1969. Die Priesterweihe empfing er am 13. Juli 1969 in Trier. Danach besuchte er von September 1969 bis Juli 1970 das pastoraltheologische Institut der Pallottiner in Friedberg bei Augsburg. In diesem Jahr der Einführung in die praktische Seelsorge war er der Pfarrei Diedorf/Schwaben zugeordnet. Der dortige Pfarrer schrieb in seiner Beurteilung zum Abschluss des seelsorglichen Praktikums: „P. Schultheiss freute sich, seelsorglich den Menschen zu dienen, ob das sakramental in der Kirche oder bei den pastoralen Hausbesuchen geschah. Ich werde ihn nach seinem Weggang sehr vermissen.“

Dieser Grundeinstellung ist er in den 42 Jahren seines priesterlichen Wirkens treu geblieben.
Nach dieser Ausbildungszeit war P. Schultheiss von 1970 bis 1978 Lehrer an unserer Missionsschule St. Kilian in Unterfranken. Im Jahr 1978 wurde er Pfarrverweser in Wegfurt und war in den Jahren 1980 bis 2008 Pfarradministrator der Pfarreien Unterweißenbrunn und Wegfurt. Nach seiner Entpflichtung lebte er noch zwei Jahre in Unterweißenbrunn und war trotz seiner gesundheitlichen Behinderungen gern bereit, Seelsorgsvertretungen zu übernehmen. Am 8. Dezember 2010 kam er nach Betzdorf und fand dort die liebevolle Pflege, die er in seiner schweren Krankheit brauchte. Er machte kein Aufsehen von seiner Person und lebte überaus bescheiden und anspruchslos. Er hatte einen klaren Blick für sich und seine existentielle Gefährdung. Er trug geduldig und im Glauben, was ihm auferlegt war. Für die Pflegenden war er ein ruhiger, zufriedener Patient.

Sein Leben lang war P. Schultheiss eng mit seiner Heimat Unterfranken verbunden: mit den Menschen, mit der Natur, mit der Landwirtschaft. Die Umsiedlung in unser Missionshaus Heilige Familie in Betzdorf war so etwas wie eine Rückkehr zu den Quellen seines Ordenslebens. P. Schultheiss wurde am 5. September 2011 auf unserem Klosterfriedhof in Betzdorf bestattet.

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