Hotline +49 1234 5678
missionare.org > Orden > Gedenken - Details

Pater Johannes Schroers

Nach einem langen Ringen mit dem Tod und im hohen Alter von 96 Jahren ist am 26.07.2011 P. Johannes Schroers in unserem Kloster in Betzdorf verstorben.


P. Schroers wurde am 31. Januar 1915 in Dülken als siebtes von zehn Geschwistern geboren. Nach dem Besuch der Volksschule in Dülken-Busch erlernte in einem Gartenbaubetrieb das Gärtnerhandwerk, musste aber nach dreieinhalb Jahren wegen Arbeitsmangel aus dem Betrieb entlassen werden. Nach kurzer Zeit nahm er die Arbeit als Gärtner in einem andern Betrieb wieder auf. In dieser Zeit verspürte er bei sich die Berufung, Missionar zu werden. Mit Unterstützung seines damaligen Kaplans lernte er verschiedene Missionsgesellschaften kennen und entschied sich schließlich für die Missionare von der Heiligen Familie. Von September 1935 bis Ostern 1940 besuchte er die Missionsschulen St. Josef in Biesdorf und anschließend Sta. Maria in Oberhundem.

Am 28.02.1940. an dem Tag, an dem er um Aufnahme ins Noviziat bat, erhielt er den Einberufungsbefehl zum Militär und musste - wie er bedauernd dem Provinzial schreibt - statt des „schwarzen Rockes“ nun den grauen Rock des Militärs anziehen. Nach der Zeit des Kriegsdienstes, in der er auch eine Verwundung erlitt, besuchte er von 1946 -1947 zunächst noch für ein Jahr die Missionsschule St. Kilian in Lebenhan und trat am 7. September 1947 ins Noviziat der Missionare von der Heiligen Familie in Mühlbach ein. Am 8. September 1948 legte er die erste Ordensprofess ab. Von September 1948 bis Juni 1954 studierte er an unserer philosophisch-theologischen Hochschule in Ravengiersburg. Die Priesterweiheempfing er am 12. Juli 1953 im „Hunsrückdom“ zu Ravengiersburg durch Weihbischof Dr. Bernhard Stein.
Nach einer ergänzenden Ausbildung zum Religionslehrer an den berufsbildenden Schulen beim Deutschen Institut für wissenschaftliche Pädagogik in Münster ging er zunächst für ein Jahr zu einem seelsorglichen Einsatz nach Düren und wurde im September 1955 Lehrer an der Missionsschule in Lebenhan. Anschließend, von 1960 bis 1962, war er Lehrer und Präfekt an der Missionsschule Maria Königin in Altenhundem. Aus Krankheitsgründen musste dann für ein Jahr aussetzen und war von 1963 bis 1967 wieder Lehrer in Lebenhan.

Im September 1967 schickten ihn die Obern als Religionslehrer an die berufsbildenden Schulen des Kreises Wesel. Diesen Dienst versah er, bis dass er am 5. September 1983 zum Pfarrer von Wesel-Obrighofen ernannt wurde. Am 1. November 1987 schied er aus diesem Amt aus und übernahm den Dienst eines Hausgeistlichen im Kloster der Schwestern v. d. Heimsuchung (Sallisianerinnen) in Uedem/Niederrhein. Am 28. März 2003 kam er schließlich zum wohlverdienten Ruhestand ins Missionshaus Heilige Familie nach Betzdorf.

Bei all seinen Tätigkeiten zeichnete sich P. Schroers dadurch aus, dass er von ganzem Herzen Priester war und sich für die ihm anvertrauten Menschen engagiert einsetzte. Die enge Verbundenheit mit seiner Heimat am Niederrhein und die Liebe zur Natur als Gärtner hat er sich stets bewahrt. In seinen alten Tagen wurde er in seiner freundlichen und liebenswürdigen Art in unserem Haus in Betzdorf allen ein geschätzter Mitbruder.

Wir danken P. Schroers für seinen treuen Dienst und sein Bespiel und erbitten ihm den ewigen Frieden beim Herrn.
Am 29. Juli 2011 wurde P. Schroers auf unserem Klosterfriedhof bestattet.

Zurück

© Missionare von der Heiligen Familie 2017
German English