Hotline +49 1234 5678
missionare.org > Orden > Gedenken - Details

Pater Hermann Urbas MSF

Am 28.11.2011 verstarb auf unserer Pflegestation in Betzdorf unser Mitbruder P. Hermann Urbas MSF im Alter von 95 Jahren.

P. Urbas wurde am 27. Mai 1916 in Sudoll (Trachkirch) in Oberschlesien als fünftes von neun Geschwistern geboren. Seine Volksschulzeit verbrachte er in seinem Heimatort Sudoll. Der Wunsch, Priester zu werden, führte ihn im April 1936 zu den Missionaren von der Heiligen Familie. Er besuchte bis zu seiner Einberufung zum Militärdienst im November 1939 die Missionsschule Regina Pacis in Rückers in der damaligen deutschen Ostprovinz unserer Ordensgemeinschaft. Im Krieg erlitt er zwei Verletzungen und konnte in dieser Zeit für ein halbes Jahr eine Kriegsschule in Dresden besuchen. Während seiner Kriegsgefangenschaft in Österreich konnte er auf privater Basis seine humanistischen Studien fortzusetzen. Ab August 1946 setzte er seine gymnasiale Ausbildung in der Missionsschule St. Kilian in Lebenhan fort und konnte sie im Juli 1947 abschließen. Es folgte das Noviziatsjahr in Mühlbach. Am 8. September 1948 legt er seine erste Profess ab.

Von September 1948 bis Sommer 1954 studierte er Philosophie und Theologie an der ordenseigenen Hochschule der Missionare von der Heiligen Familie in Ravengiersburg. Am 12. Juli 1953 wurde er im Hunsrückdom zu Ravengiersburg von Weihbischof Dr. Bernhard Stein zum Priester geweiht. Nach Abschluss des Studiums leistete er vorübergehend seelsorgliche Aushilfsdienste in Düren, war kurze Zeit Lehrer in Lebenhan, Ökonom in Mühlbach und Kaplan in Wesel.

Im Januar 1958 ernannten ihn die Obern zum Leiter der Förderschule für jugendliche Spätaussiedler zunächst in Biesdorf und dann in Altenhundem. Diese Aufgabe versah er 13 Jahre lang, von 1958 bis 1971, mit großem Einsatz und Engagement. Am 9. Januar 1972 wurde er Pfarrer von Wollbach in Unterfranken und leitete die Gemeinde 25 Jahre lang, bis dass er 1996 mit der Übertragung der Ehrenbürgerwürde von Wollbach in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurde. Diesen verbrachte er zunächst in Lebenhan und nach Auflösung des dortigen Missionshauses in Betzdorf.

Pater Urbas war zeitlebens ein tief frommer und eifriger Priester. Mit unermüdlichem Eifer und großer Hingabe widmete er sich den Menschen, die ihm anvertraut waren und lebte in großer Einfachheit und Bescheidenheit.

Wir danken P. Urbas für seinen Einsatz im Reich Gottes und für sein vorbildliches Leben. P. Urbas wurde am 2. Dezember 2011, auf unserem Klosterfriedhof in Betzdorf zu Grabe getragen.

Zurück

© Missionare von der Heiligen Familie 2017
German English